Das Testament ist das zentrale Instrument, um über das Schicksal Ihres Vermögens zu bestimmen. Welche Formen das griechische Recht kennt, wie ein Testament wirksam errichtet wird — und welche Fehler zur Unwirksamkeit oder zum Streit führen.
Ein Testament zu errichten ist nicht nur eine Frage großer Vermögen. Es ist der Akt, mit dem Sie sicherstellen, dass Ihr Wille — und nicht allein das Gesetz — über das Schicksal dessen bestimmt, was Sie aufgebaut haben. Ein unwirksames oder unklar formuliertes Testament kann jedoch genau die Streitigkeiten auslösen, die Sie vermeiden wollten.
1. Die drei Testamentsformen
Das griechische Recht kennt das eigenhändige Testament (vollständig handschriftlich verfasst, datiert und unterschrieben), das öffentliche Testament (errichtet vor einem Notar unter Mitwirkung von Zeugen — die sicherste Form) und das geheime Testament (dem Notar versiegelt übergeben). Die richtige Wahl hängt vom Bedürfnis nach Vertraulichkeit, der Komplexität des Vermögens und dem Anfechtungsrisiko ab.
2. Die Fehler, die ein Testament unwirksam machen
Ein maschinen- statt handgeschriebenes eigenhändiges Testament; fehlendes Datum oder fehlende Unterschrift; nicht beglaubigte Korrekturen; Unklarheiten bei der Bezeichnung von Personen oder Vermögenswerten; die Errichtung bei zweifelhafter Testierfähigkeit ohne ärztliche Dokumentation. In der Praxis stützen sich die meisten gerichtlichen Anfechtungen auf solche Formmängel.
3. Der Pflichtteil: die Grenze Ihrer Freiheit
Der Erblasser ist nicht völlig frei: Kinder, Ehegatte und — unter Voraussetzungen — Eltern haben Anspruch auf den Pflichtteil, also die Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Ein Testament, das ihn verletzt, ist nicht nichtig, kann aber insoweit herabgesetzt werden, als es den Pflichtteilsberechtigten beeinträchtigt.
4. Eröffnung und Wirkung
Nach dem Tod des Erblassers wird das Testament vom zuständigen Friedensgericht eröffnet. Das eigenhändige Testament kann zusätzlich für echt erklärt werden. Ohne Eröffnung entfaltet ein Testament keine Rechtswirkung.
5. Wann Sie einen Anwalt hinzuziehen sollten
Bei mehreren Immobilien, einem Unternehmen, Erben im Ausland, früheren Ehen oder Kindern aus verschiedenen Beziehungen oder dem Wunsch nach besonderen Regelungen beugt eine sorgfältige juristische Gestaltung jahrzehntelangen Rechtsstreitigkeiten vor.
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