Griechenland bietet ausländischen Investoren attraktive Steueranreize — vom Non-Dom-Regime bis zu Holdingstrukturen. Was Sie wissen sollten, bevor Sie investieren.
Für ausländische Investoren hat sich das steuerliche Umfeld Griechenlands in den letzten fünf Jahren grundlegend gewandelt: gezielte Anreize, wettbewerbsfähige Steuersätze und ein moderner Rahmen für internationale Strukturen. Eine sorgfältige Planung vor der Investition macht den Unterschied zwischen einer effizienten Struktur und teuren Überraschungen.
1. Die wichtigsten Anreizregime
Das Non-Dom-Regime erlaubt es Personen, die ihren steuerlichen Wohnsitz nach Griechenland verlegen, ihr weltweites Einkommen mit einer jährlichen Pauschalsteuer abzugelten. Für ausländische Rentner gilt auf Antrag ein einheitlicher Satz von 7 %, und besondere Anreize bestehen für Arbeitnehmer und Selbständige, die nach Griechenland ziehen. Welches Regime sich lohnt, hängt von Quelle und Struktur Ihres Einkommens ab — diese Wahl verlangt Analyse, keine Annahmen.
2. Immobilieninvestitionen: Was besteuert wird
Beim Erwerb fällt Grunderwerbsteuer an — bei Neubauten Mehrwertsteuer; das Halten unterliegt der jährlichen Immobiliensteuer (ENFIA); Mieteinnahmen und Veräußerungsgewinne werden gesondert besteuert. Entscheidend ist die Wahl des Vehikels: Privatperson oder Gesellschaft — und diese Entscheidung muss vor der Beurkundung fallen, nicht danach.
3. Holdingstrukturen & Tochtergesellschaften
Bei unternehmerischen Investitionen kann eine Mutter-Tochter-Struktur unter den EU-Richtlinien steuerliche Effizienz bei Dividenden, Zinsen und Lizenzgebühren schaffen. Die Gründung einer griechischen Tochtergesellschaft eines ausländischen Konzerns erfordert die richtige Gesellschaftsform, vollständige KYC/AML-Compliance und saubere Dokumentation — vom ersten Tag an.
4. Doppelbesteuerungsabkommen
Griechenland verfügt über ein weitreichendes Netz von Doppelbesteuerungsabkommen. Das Zusammenspiel von steuerlichem Wohnsitz, Einkunftsquelle und Struktur bestimmt die endgültige Belastung — und verhindert bei richtiger Planung, dass dasselbe Einkommen zweimal besteuert wird.
5. Die häufigsten Fehler
Investieren vor der Planung; Strukturen, die aus einer anderen Rechtsordnung kopiert wurden und im griechischen Rahmen nicht funktionieren; die Vernachlässigung laufender Compliance-Pflichten nach der Niederlassung. All das lässt sich durch eine fundierte Erstanalyse vermeiden.
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